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33 Schritte
Mit Maria zu Jesus!

Vierte Woche
Weihe unserer Lebensbereiche
24. Tag
Weihe unserer Zukunft
(Arbeit an unserer Bekehrung, unser Lebensziel)

Anrufung des Heiligen Geistes

Heiliger Geist, lass mich Deine sanfte und liebenswürdige Stimme hören. Ich möchte vor Dir wie eine Feder sein, damit mich dein Hauch trägt, wohin er will, ich will ihm niemals den geringsten Widerstand entgegensetzen.

(Franz-Maria Libermann)

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,
und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige katholische Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.

Amen.

Wort Gottes

Sie sollen wohltätig sein, reich werden an guten Werken, freigebig sein und, was sie haben mit anderen teilen. So sammeln sie sich einen Schatz als sichere Grundlage für die Zukunft, um das wahre Leben zu erlangen.

(1 Tim 6, 18−19)

Gedanken eines Heiligen

Hast du Angst, dich zu verlieren, wenn du dich verschenkst? Im Gegenteil: Du verlierst dich, wenn du dich weigerst, dich zu verschenken. Mein Sohn, gib mir dein Herz: du verlierst es nicht mehr, wenn es mir gehört!

(Hl. Augustinus)

Betrachtung

Durch die Taufe ist das Reich Gottes in unsere Herzen gesät. Wir müssen es sorgsam und beharrlich pflegen wie einen Samen, der in die Erde gelegt wurde. Die Muttergottes sagt, dass wir in der Zeit der Gnade leben. Uns kommt dies oft nicht so vor, denn in unserem Herzen herrschen noch Zukunftsängste.

Nur wenn das Gebet den ersten Platz in unserem Leben hat, können wir uns ganz nach dem Reich Gottes ausstrecken. Dann werden wir mit unserem Leben bezeugen, dass die Zukunft viel schöner ist, als man es uns gerne vorgaukeln möchte. Unsere Zukunft vom christlichen Standpunkt her ist nicht unsicher oder beängstigend. Um diese neue Hoffnung und einen unerschütterlichen Glauben an Gott zu erlangen, können wir folgendes tun:

• Radikal und kompromisslos mit der Sünde brechen; die Sünde bereuen: Mit ganzem Herzen zum Vater zurückkehren, auch wenn wir zum hundertsten Mal denselben Fehler begangen haben;
• Gott den ersten Platz in unserem Leben schenken:
• Die Sakramente erlauben uns, in und mit Gott zu leben;
• Regelmäßig beten: Das Gebet festigt uns im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe.

Gedanken des Heiligen Johannes Paul II.

Meine lieben Jugendlichen, folgt, wie die ersten Jünger, Jesus! Habt keine Angst, ihm nahe zu kommen, die Schwelle des Herzens zu überschreiten, Auge in Auge mit ihm zu sprechen, wie man sich mit einem Freund unterhält (vgl. Ex 33,11). Habt keine Angst vor dem neuen Leben, das er euch anbietet: Er selbst gibt euch die Möglichkeit, es anzunehmen und es mit Hilfe seiner Gnade und der Gabe seines Geistes zu verwirklichen.

Es ist wahr: Jesus ist ein anspruchsvoller Freund. Er zeigt hohe Ziele und verlangt, aus sich selbst heraus- und ihm entgegenzugehen. Er will, dass man ihm das ganze Leben übergibt: Wer sein Leben um meinetwillen und um des Evangeliums willen verliert, wird es retten (Mk 8,35). Dieses Angebot kann schwierig erscheinen, ja in manchen Fällen kann man Angst davor haben. Aber ich frage euch: Ist es besser, sich einem Leben ohne Ideale zu überlassen, einer nach eigenem Bild und Maß konstruierten Welt - oder aber hochherzig die Wahrheit, das Gute, die Gerechtigkeit zu suchen, für eine Welt zu arbeiten, die die Schönheit Gottes widerspiegelt, auch auf Kosten der damit verbundenen Prüfungen, die man auf sich nehmen muss?

Reißt die Schranken der Oberflächlichkeit und der Angst nieder! Erkennt euch als neue Männer und Frauen, wiedergeboren aus der Taufgnade; sprecht mit Jesus im Gebet und im Hören auf das Wort Gottes; habt einen Sinn für die Freude der Versöhnung im Bußsakrament; empfangt den Leib und das Blut Christi in der Eucharistie; nehmt ihn auf, und dient ihm in den Brüdern und Schwestern. Ihr werdet die Wahrheit über euch selbst, die innere Einheit entdecken und werdet das Du finden, das von Ängsten und Schrecken und von zügellosem Subjektivismus heilt, der keinen Frieden lässt.

(Botschaft zum 12. Weltjugendtag, 1997)

Zur Vertiefung

Frage dich: "Gibt es Bereiche in meiner Zukunft, auf die ich ohne Hoffnung schaue? Habe ich darüber Gedanken der Hoffnungslosigkeit oder der Mutlosigkeit?" Versuche, für jeden dieser Gedanken ein Wort der Hoffnung oder der Ermutigung zu finden. Erinnere dich mehrmals am Tag an dieses Wort, um so deinen Blick auf deine Zukunft langsam zu verändern. Gehe diese Situationen so an, als ob du bei Null anfangen würdest, denn es ist nicht zu spät.

Rosenkranz

Es wird ein Gesätzchen des heiligen Rosenkranzes in den Anliegen der Muttergottes gebetet.

Weihegebet

Maria, du hattest keine Angst vor der Zukunft. Du hast dich mit ganzer Hingabe für das entschieden, worum Gott dich bat. Ich möchte heute meine Zukunft in deine Hände legen, damit du die Beschützerin meines Glaubens wirst und damit du mich erziehen und formen kannst, bis ich fähig bin, Christus ganz anzunehmen. Maria, als Mutter kümmerst du dich um die Zukunft deiner Kinder. Ich weihe dir meinen Mangel an Hoffnung und meine Ängste vor meiner Zukunft und vor der Zukunft der Welt. Zeige mir einen Weg, wie ich aktiv an der Zukunft mit bauen kann.

Maria mit dem Kinde lieb,
uns allen deinen Segen gib.

Amen.

Hintergrund24. Tag der Vorbereitung - 33 Schritte | Marienweihe - Totus Tuus